Sterntagebücher

SterntagebücherZwar sind Ijon Tichy, dem kosmischen Globetrotter, weder in der Zeit noch im Raum Grenzen gesetzt, dennoch mag es seltsam anmuten, wenn der Verfasser der Sterntagebücher den gedankenlösen Touristen von der Erde die Leviten liest, weil sie mit ihrem Müll das Weltall verseuchen. Doch die Sorge um solch eher abgelegene Probleme der Weltraumfahrt gehört ebenso zum Persönlichkeitsbild des bedeutenden Sternreisenden wie der unermüdliche Forscherdrang, der ihn mit seiner Rakete in immer neue und abgelegenere Distrikte der Galaxis treibt. Die Aufzeichnungen über die Entdeckungen und Erkenntnisse Ijon Tichys, aber auch über die von ihm auf seinen Reisen bestandenen Gefahren der Nachwelt wenigstens teilweise zugänglich gemacht zu haben  ist das Verdienst Professor Tarantogas, der den riesigen Nachlaß des auf tragische Weise Entschwundenen gesichtet und auf den letzten Stand gebracht hat..

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Der Band versammelt alle Fabeln zum kybernetischen Zeitalter, die Stanislaw Lern unter dem Titel »Kyberiade« zusammenfasste: von fünfzehn Erzählungen erscheinen sieben erstmals in deutscher Sprache; die anderen wurden für diese Ausgabe durchgesehen, eine neu übersetzt.
»Das Weltall ist unendlich, aber begrenzt, und deshalb kehrt ein Lichtstrahl, wohin er auch aufbricht, nach Milliarden von Jahrhunderten an seinen Ausgangspunkt zurück, sofern er nur genügend Kraft hat; nicht anders ist es mit den Nachrichten, die zwischen den Sternen und Planeten kreisen. Eines Tages erreichte Trurl aus großer Ferne die Kunde von zwei mächtigen Konstrukteuren-Benefaktoren, die über soviel Vernunft und soviel Vollkommenheit verfügten, daß niemand ihnen gleichkomme. Alsbald begab er sich zu Klapauzius. Der aber erklärte ihm, die Nachricht spreche nicht von geheimnisvollen Rivalen, sondern von ihnen selbst, sie habe den Kosmos umkreist. « So beginnt die siebente und letzte der Reisen, die die beiden Konstrukteure und Erfinder Trurl und Klapauzius in den Weltraum unternehmen.