Das Hospital der Verklärung

Das Hospital der Verklärung"Die Zeit urbar machen" - dieser Aphorismus Lichtenbergs könnte das Motto sein für die Kindcheitserinnerungen von Stanislaw Lem, einem de profiliertesten polnischen Autoren nicht nur der Science Fiction-Literatur, der hier das Lwow der zwanziger und dreißiger Jahre rekonstruiert, allerdings nur scheinber mit den Augen eines Kindes gesehen. Die Suche nach der verlorenen Zeit mündet in eine ununterbrochene Gegenwärtigkeit. »So war die Zeit denn ein Abgrund, unbeweglich in sich selbst, gleichsam machtlos, untätig. In ihr geschah sehr viel, viel wie in einem Meer, doch sie selbst schien stillzustehen.«

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Keine Negierung von »Gast im Weltraum« soll »Fiasko« sein, sondern eher eine Revision eigener, allzu naiver fortschrittsfreudiger Illusionen, die den jungen Lem einst beflügelten und denen er nun den komplizierten, naturwissenschaftlichen, technischen und moralischen Zwängen unterliegenden Prozess gegenüberstellt, den die Menschen bei ihrem Drang auf der Suche nach außerirdischen Zivilisationen durchlaufen.

SETI - Search for Extraterrestrial Intelligence, diese Fahndung nach der Nadel im Heuhaufen, hat diesmal Erfolg: ein Planet im Sternbild Harpyie, die Quinta im dortigen Zetasystem, sendet Signale, und nach jahrhundertlanger Vorbereitung startet die irdische »Hermes« mit einer auserwählten Crew von Spezialisten, unter ihnen der zweite Pilot Marek Tempe, der später die Landung und den ersten Erkundungsgang auf der Quinta vornehmen wird. Die Verwirklichung des Projekts bildet den Inhalt dieses Romans von Stanislaw Lem.