Essays

"Nicht die verschiedenen phantastischen Bücher bildeten den Inhalt meines geistigen Lebens, sondern die Fragen, die ich in den Dialogen angesprochen habe - Fragen nach den kausalen Ursachen des Lebens, des Bewusstseins und des Todes, nach der Formbarkeit der Intelligenz, nach den Grenzen dessen, was wir zu tun vermögen, danach, ob gesellschaftliche Mängel überwindbar sind oder ob man in den verschiedenen gesellschaftlichen Formationen nur das eine Unglück gegen das andere austauschen Kann".

  • Dialoge

    Dialoge
    1 1 1 1 1 Rating 5.00 (2 Votes)

    In diesem Werk, das in einer Reihe steht mit seiner Summa Technologiae (1976) und Phantastik und Futurologie (1977), unternimmt Stanislaw Lern eine Neuschöpfung der sokratischen Dialoge, sokratischer Dialoge in einer Zeit, in der die traditionellen Themen der Philosophie, Theologie und Gesellschaftstheorie, vor allem unter dem Einfluss der Kybernetik, eine neue Darstellung erfahren. Die in der Zukunft liegenden Konsequenzen, die die weiter fortschreitende Konstruktion von Computern zeitigen wird - von einem eventuell möglichen ewigen Leben des Individuums bis zur Konstruktion neuer Gesellschaftsformationen -, suchen diese Dialoge zu explorieren und zu bewerten.

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  • Die Technologiefalle

    Die Technologiefalle
    1 1 1 1 1 Rating 4.00 (1 Vote)

    Windelhöschenphantomatik

    Stanislaw Lem über Illusionstechniken und anderes

    Für Stanislaw Lem scheint die Zeit der Ernte gekommen. Seit er nach dem Studium der Medizin nebst Philosophie, Wissenschaftstheorie und Kybernetik begonnen hatte, sich in die erste Reihe der Science-Fiction-Autoren emporzuschreiben, wollte er sich als «Schriftsteller mit futurologischen Ansprüchen» ernst genommen wissen. Nun tut ihm die Wirklichkeit selbst den Gefallen und bringt die Erfüllung mehr als einer seiner Verheissungen.


    In der «Rückkehr von den Sternen» (1960) etwa beschrieb Lem eine Form des elektronisch-bargeldlosen Zahlungsverkehrs, wie er heute mittels sogenannter Smart cards gang und gäbe zu werden beginnt. Vier Jahre nach diesem Roman erschien die «Summa technologiae», in der eine «Phantomatik» vorhergesagt wird, die den bis dahin aufs passive

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  • Phantastik und Futurologie

    Phantastik und Futurologie
    1 1 1 1 1 Rating 5.00 (1 Vote)

    »Phantastik und Futurologie« unternimmt den Versuch, eine Theorie der Science-fiction-Literatur aufzusetellen. Im ersten band wird anhand von vielen Beispielen die herkömmliche Sf-Literatur einer kritischen Analyse unterworfen.

    Es glückt Lem, von der Zukunft zu sprechen, ohne den Fiktionen der Vorhersagbarkeit, der Hochrechnungen ohne kybernetisches Denken aufzusitzen. Es ist ihm geglückt, weil er als Autor, als schreitend Imaginierender, dem neuen Grundmuster wissenschaftlichen Vernunftgebrauchs in jeder Hinsicht Spielraum gibt.
    (Heinrich Vormweg, Süddeutsche Zeitung)

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  • Philosophie des Zufalls

    Philosophie des Zufalls
    1 1 1 1 1 Rating 5.00 (1 Vote)

    Als ich anfing, die »Philosophie des Zufalls« zu schreiben, habe ich ungefähr ein Jahr lang die strukturalistischen Konzeptionen durchgeackert. In meiner Naivität habe ich den alten Strukturalisten der Prager Schule weniger Beachtung geschenkt; ich las die allerneuesten. Nun - es zeigte sich, dass die Prager strukturalistische Schule eine etwas andere Richtung verfolgte und eine etwas andere Terminologie anwendete, wovon ich wirklich kaum eine blasse Ahnung hatte - was man mir in der Diskussion im Polnischen Institut für Literatur vorwarf -, weil ich sie, vielleicht mit Ausnahme von Jakobson, nur flüchtig gestreift hatte. Später habe ich übrigens den Großteil dieser Dinge vergessen. Heute kann ich mich kaum an ein Zehntel jener Weisheiten erinnern, mit denen ich mir damals den Kopf voll stopfte. Glücklicherweise habe ich das erfreuliche Talent, leicht zu

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  • Riskante Konzepte

    Riskante Konzepte
    1 1 1 1 1 Rating 2.50 (2 Votes)

    »Man muss sich klarmachen, dass die Kulturschaffenden Zivilisationen der Menschheit auf dem Zifferblatt der vier Milliarden Jahre zählenden geologischen Uhr gerade mal die letzten paar Sekunden ausmachen?« mit diesem ernüchternden Hinweis auf den kurzen Augenblick, mit dem wir es zu tun haben, wenn wir über Kultur und Technologie sprechen, beginnt Stanislaw Lems neuester Essayband. Die Welt geht unter, daran besteht für den großen polnischen Zukunftsforscher und Science-Fiction-Autor Lem kein Zweifel, aber über das „Wie“ lässt sich diskutieren. Lems zivilisationskritische Sicht hat im Vergleich zu seiner waghalsigen Neugier in der Summa technologiae (1964) an Schärfe zugenommen. Der Fortschrittsoptimismus ist mehr als gedämpft; wir drohen, so Lem, im Informationsmüll zu ersticken, die virtuellen Realitäten führen dazu, dass wir den Überblick über unsere Welt verlieren. Aber

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  • Sade und die Spieltheorie

    Sade und die Spieltheorie
    1 1 1 1 1 Rating 4.33 (6 Votes)

    Sade und die SpieltheorieLem Hat nicht bloss einen Schimmer von Strukturalismus oder Kybernetik mitgekriegt, er leuchtet den Fanatikern dieser Gebiete mit präzis argumentierender Polemik heim, wenn sie die Grenze ihrer Moeglichkeiten ueberschritten haben.

    Die Presse, Wien

     

     

     

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  • Science Fiction

    Science Fiction
    1 1 1 1 1 Rating 5.00 (1 Vote)

    Science fiction - Ein hoffnungsloser Fall mit Ausnahmen

    »Ich verfüge über Vorstellungskraft und bin ein Sklave der Logik; es fällt mir schwer, mir etwas vorzustellen, was in keiner Beziehung zu wahren Sachverhalten steht. Ich kann niemals aufhören, logisch zu denken, und läge mir auch daran.«

    Eine Art Credo

    Man kommt auf die Welt bester Laune, das Lächeln ist ja den Neugeborenen eingeboren; sie weinen nur, wenn ihnen ihr Genuss der Lebensfreude vergällt wird. Allmählich kommt man zu der Einsicht, dass die Welt nicht nach dem Lustprinzip eingerichtet ist. Es gibt mehr Landschaften, Revelationen, Menschen, Morgenröten, als dass man sie sich anders denn als rein zahlenmäßige Größe vorstellen könnte. Man wird auf den Zufall hingewiesen. Die Existenz ist eine ungeordnete Menge von

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  • Summa Technologiae

    Summa Technologie
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    Die »Summa technologiae« ist eine höchst faszinierende Lektüre, vor allem natürlich für naturwissenschaftlich gebildete Leser. Aber auch derjenige, der etwa über die in bekannten populärwissenschaftlichen Büchern ausgebreiteten Kosmos- und Evolutionstheorien informiert ist, wird Lems Buch sehr unterhaltsam finden.

    Diethelm Brüggemann, Bayerischer Rundfunk.

     

     

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