Solaris

Solaris»Solaris ist der berühmteste Science-fiction-Roman des Polen Stanislaw Lem. Ein Meisterwerk des modernen utopischen Romans, logisch im Aufbau, verständlich trotz der komplexen technischen und biologischen Materie, packend und spannend erzählt.« (Oberösterreichische Nachrichten) Der Roman behandelt eines der zentralen Themen Stanislaw Lems: die Möglichkeit völlig fremden, dem menschlichen nicht mehr vergleichbaren Bewußtseins, völlig fremder Systeme intelligenten Lebens, völlig fremder Existenzformen und die Auseinandersetzung mit ihnen. Der Roman imaginiert die jahrzehntelangen Versuche einer zukünftigen Menschheit, eine Lebensform zu ergründen, die wie ein riesiges Plasmameer einen ganzen Planeten erfüllt. Der lebende Ozean vermag es, die geheimste Schuld von Menschen in deren Psyche ausfindig zu machen und zu reproduzieren. Im Falle des Erzählers ist es der Tod seiner jungen Frau, an dem er sich schuldig fühlt.

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Nachdem im 21. Jahrhundert die Großmächte zu der Einsicht gelangten, dass Abrüstung in gegenseitigem Einvernehmen und ohne gegenseitiges Misstrauen nicht möglich sei, waren sie übereingekommen, ihre gesamten Waffenarsenale auf den Mond auszulagern. Dort war jedem Land ein durch neutrale Zonen von den anderen getrennter Sektor zugeteilt worden. Wer Zugang haben wollte, musste die »Lunar Agency« der UNO um Genehmigung ersuchen. Auf diese Weise wurden Überraschungsangriffe, wie sie im 20. Jahrhundert üblich gewesen waren, ausgeschlossen. Die Techniken und Technologien waren jedoch so weit fortgeschritten, dass sich die Waffensysteme verselbständigten und nicht mehr von menschlicher Mitwirkung abhängig waren; nach dem Prinzip der unnatürlichen Evolution der Tiere und Pflanzen besaßen sie die Fähigkeit zur »strahlenden und divergenten Selbstoptimierung«. Dies also ist auch die Situation auf dem Mond, keiner auf Erden weiß, was sich dort abspielt.