Sterntagebücher

SterntagebücherZwar sind Ijon Tichy, dem kosmischen Globetrotter, weder in der Zeit noch im Raum Grenzen gesetzt, dennoch mag es seltsam anmuten, wenn der Verfasser der Sterntagebücher den gedankenlösen Touristen von der Erde die Leviten liest, weil sie mit ihrem Müll das Weltall verseuchen. Doch die Sorge um solch eher abgelegene Probleme der Weltraumfahrt gehört ebenso zum Persönlichkeitsbild des bedeutenden Sternreisenden wie der unermüdliche Forscherdrang, der ihn mit seiner Rakete in immer neue und abgelegenere Distrikte der Galaxis treibt. Die Aufzeichnungen über die Entdeckungen und Erkenntnisse Ijon Tichys, aber auch über die von ihm auf seinen Reisen bestandenen Gefahren der Nachwelt wenigstens teilweise zugänglich gemacht zu haben  ist das Verdienst Professor Tarantogas, der den riesigen Nachlaß des auf tragische Weise Entschwundenen gesichtet und auf den letzten Stand gebracht hat..

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»Solaris ist der berühmteste Science-Fiction-Roman des Polen Stanislaw Lem. Ein Meisterwerk des modernen utopischen Romans, logisch im Aufbau, verständlich trotz der komplexen technischen und biologischen Materie, packend und spannend erzählt. « (Oberösterreichische Nachrichten)

Der Roman behandelt eines der zentralen Themen Stanislaw Lems: die Möglichkeit völlig fremden, dem menschlichen nicht mehr vergleichbaren Bewusstseins, völlig fremder Systeme intelligenten Lebens, völlig fremder Existenzformen und die Auseinandersetzung mit ihnen. Der Roman imaginiert die jahrzehntelangen Versuche einer zukünftigen Menschheit, eine Lebensform zu ergründen, die wie ein riesiges Meer aus Plasma einen ganzen Planeten erfüllt. Der lebende Ozean vermag es, die geheimste Schuld von Menschen in deren Psyche ausfindig zu machen und zu reproduzieren. Im Falle des Erzählers ist es der Tod seiner jungen Frau, an dem er sich schuldig fühlt.