Das Hospital der Verklärung

Das Hospital der Verklärung"Die Zeit urbar machen" - dieser Aphorismus Lichtenbergs könnte das Motto sein für die Kindcheitserinnerungen von Stanislaw Lem, einem de profiliertesten polnischen Autoren nicht nur der Science Fiction-Literatur, der hier das Lwow der zwanziger und dreißiger Jahre rekonstruiert, allerdings nur scheinber mit den Augen eines Kindes gesehen. Die Suche nach der verlorenen Zeit mündet in eine ununterbrochene Gegenwärtigkeit. »So war die Zeit denn ein Abgrund, unbeweglich in sich selbst, gleichsam machtlos, untätig. In ihr geschah sehr viel, viel wie in einem Meer, doch sie selbst schien stillzustehen.«

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Eine Serie von mysteriösen Todesfällen beschäftigt die italienische Polizei. In einem süditalienischen Badeort verschwinden oder sterben fast ein Dutzend Kurgäste. Sie alle sind Ausländer: »Kein Opfer hat fließend italienisch gesprochen.« Es sind ausnahmslos Männer mittleren Alters. Dachte man zunächst noch an Unglücksfälle oder Selbstmorde, zumal zwischen den einzelnen Ereignissen relativ große Zeitspannen, von einzelnen Monaten bis zu Jahren, lagen, so verdichtet sich - nach Einschaltung der Interpol - doch der Verdacht, einem größeren organisierten Verbrechen auf der Spur zu sein. Den Verdacht auf Selbstmord muss man nach genauem Aktenstudium und Befragen der Angehörigen in den meisten Fällen ausklammern, handelt es sich doch um psychisch stabile Charaktere, die nie zu der Vermutung Anlass gaben, sie würden ihrem Leben selbst ein Ende setzen. Und was soll man davon halten, wenn ein ehemaliger Champion im Crawl im seichten Strandgewässer ertrinkt? Kann es ein Unfall sein?