Memoiren gefunden in der Badewanne

Memoiren gefunden in der BadewanneIch halte es für gut, wenn ich auch schon ziemlich lange nicht hineingeschaut habe. Es ergaben sich ziemlich rasch Übersetzungen in einige Sprachen, und nach den ersten Autorisierungen hatte ich keine Gelegenheit mehr, es mir wieder vorzunehmen, denn wenn es eine griechische, hebräische oder japanische Übersetzung gibt, kann ich nichts damit anfangen.

In diesem Buch wird eine Konzeption entwickelt, die über die Zeitgebundenheit der politischen Satire hinausgeht. Wir finden hier die Totalisierung des Begriffs der Intentionalität. Das wird mit spürbarer, ja geradezu gespenstischer Konsequenz durchgeführt und ergibt überraschende Effekte.

 

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Zwar gehört dieser neuerliche Erlebnisbericht des Kosmosreisenden Ijon Tichy, der 1970 niedergeschrieben wurde, in den Zyklus der »Sterntagebücher«, doch muss sich der Professor diesmal mit einem Abstecher in die nähere Zukunft begnügen: Professor Tarantoga beordert seinen Freund Tichy, der sich irdischen Dingen gern entzieht, sozusagen zu pädagogischen Zwecken zum VIII. Weltkongress der Futurologen, der in den achtziger Jahren in Nounas, der Hauptstadt von Costaricana, einberufen wird und urbanistische, ökologische, atmosphärische, energetische, technologische und politische Konfliktsituationen zum Thema hat. Was sich während dieses Kongresses im Hilton-Hotel und in Costaricana abspielt, wie Ijon Tichy im Fäkalienbunker des Hotels landet und sich nach grauenhaften Alpträumen im Jahr 2039 in einer durch „Halluzinogene“ benebelten neuen »Psyvilisation« wieder findet, wie er schließlich ins Jahr 2098 gerät, aus dem er sich nur noch durch Selbstmörderischen Sturz aus dem Fenster retten zu können glaubt, das bildet den Inhalt dieser spannungsgeladenen Geschichte aus den »Erinnerungen Ijon Tichys«