Kyberiade

KyberiadeDer Band versammelt alle Fabeln zum kybernetischen Zeitalter, die Stanislaw Lern unter dem Titel »Kyberiade« zusammenfaßte: von fünfzehn Erzählungen erscheinen sieben erstmals in deutscher Sprache; die anderen wurden für diese Ausgabe durchgesehen, eine neu übersetzt.
»Das Weltall ist unendlich, aber begrenzt, und deshalb kehrt ein Lichtstrahl, wohin er auch aufbricht, nach Milliarden von Jahrhunderten an seinen Ausgangspunkt zurück, sofern er nur genügend Kraft hat; nicht anders ist es mit den Nachrichten, die zwischen den Sternen und Planeten kreisen(...)«

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Als ich vor ein paar Jahren meine Einwilligung dazu gab, im westdeutschen Fernsehen ein Stück zu produzieren, das die »Expedition des Professors Tarantoga« zur Grundlage haben sollte, forderte ich ein sehr hohes Honorar. Es war so enorm hoch, daß sie protestierten; sie erklärten, es gebe bei ihnen überhaupt keinen solchen Honorarsatz. Ich antwortete damals, es sei kein Honorarsatz, sondern Schmerzensgeld, weil ich wüßte, daß sie fürchterlichen Mist machen würden.

 

Roly-Poly (Przekladaniec) Andrzej Wajda, 1968

 

 

Der alte Film von Wajda, 'Die Schichttorte", mit Kobiela in der Hauptrolle, hat mich vollauf zufriedengestellt.

 

Solaris 1972 von Tarkowski [sehe auch:  Solaris 2002 von Soderbergh]

Tarkowski hat in den Film die Familie von Kelvin, sogar irgendeine Tante, eingeführt. Aber vor allem die Mutter - denn die Mutter - das ist ja die mat, das heißt Rossija, Rodina (die Heimat), Zemlja (die Erde). Das hat mich ganz schön in Rage gebracht. Tarkowski und ich waren in diesem Moment wie zwei Pferde, die denselben Wagen in zwei verschiedene Richtungen ziehen. Dasselbe ist übrigens später den Strugatzkis passiert, als Tarkowski den »Stalker« auf der Grundlage von »Picknick am Wegesrand« gedreht hat - und daraus einen Mischmasch zusammengerührt hat, den zwar kein Mensch versteht, der aber so traurig und düster ist, wie es sich gehört. Tarkowski erinnert mich an einen Leutnant aus der Zeit Turgenjews - er ist sehr sympathisch und ungeheuer einnehmend, aber zugleich ein unerfaßbarer Visionär.


Man kann ihn niemals »erwischen«, denn er ist schon immer um ein wenig woanders. Er ist einfach so. Als ich das begriffen hatte, ließ ich es eben sein; diesen Regisseur kann man nicht mehr ändern, und vor allem kann man ihm nichts erklären, denn er wird es sowieso auf »seine Art« umarbeiten.
In meinem Buch war die ganze Sphäre der kognitiven und epistemologischen Erwägungen und Probleme äußerst wichtig, die wieder mit der solarischen Literatur und dem Wesen der Solarforschung selbst eng verbunden war. Leider wurde der Film in dieser Beziehung ziemlich gründlich kastriert. Auch die Schicksale der Menschen auf dieser Station, die wir im Film nur in Bruchstücken kennenlernen, sind im Buch

keine existentielle Anekdote, sondern stellen die große Frage nach der Position des Menschen im Kosmos usw. Bei mir entschließt sich Kelvin, ohne die leiseste Hoffnung, auf dem Planeten zu bleiben, Tarkowski hingegen hat eine Vision geschaffen, die eine Insel zeigt, und auf ihr eine kleine Hütte, und wenn ich von der kleinen Hütte und der Insel höre, könnte ich vor Wut aus der Haut fahren... Diese Gefühlstunke, in die Tarkowski meine Helden getaucht hat, ganz abgesehen davon, daß er die szientistische Landschaft amputierte und eine Menge Wunderlichkeiten einführte, alles das ist für mich einfach unerträglich.
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Andere Bearbeitungen: Pirx kalandjai (Ungarn), Test Pilota Pirxa (Polen), Victim of the Brain (Seventh Sally), Ijon Tichy: Raumpilot (2007, Deutschland).